Fluchtmigration ist im deutschen Bildungssystem nichts Neues. Schon seit vielen Jahren kommen Kinder und Jugendliche nach Deutschland, weil sie aus Kriegs- und Krisenregionen fliehen müssen – zum Beispiel aus Syrien oder Afghanistan. Dennoch waren viele Schulen in den Jahren 2015 und 2016 darauf nicht vorbereitet.
Im Schuljahr 2022/23 kamen mit Beginn des Kriegs in der Ukraine erneut viele geflüchtete Kinder und Jugendliche im deutschen Schulsystem an. Wie sind Schulen zu diesem Zeitpunkt mit dieser Situation umgegangen? Was konnten sie aus den vorherigen Erfahrungen im Umgang mit Fluchtmigration lernen? Was ist gleichgeblieben? Was hat sich am schulischen Umgang mit geflüchteten Schüler*innen verändert?
Diesen Fragen geht der Vortrag anhand des Forschungsprojekts „(Neue) schulische Ein- und Ausschlüsse im Kontext aktueller Fluchtmigrationen“ nach. In dem Projekt wurde der Umgang mit der Ankunft fluchterfahrenen Schüler*innen und ihrer Familien aus der Ukraine an weiterführenden Schulen untersucht. In dem Vortrag wird erkundet, wo Teilhabe gut gelingt und wo neue oder bekannte Ausschlüsse geflüchteter Schüler*innen entstehen.
Abschließend reflektieren wir gemeinsam mit den Teilnehmenden, was die Ergebnisse für die pädagogische Praxis bedeuten können.
Impulsgeber*innen und Institution:
Prof. Dr. Ellen Kollender – Juniorprofessur für Inklusion und Diversität, Fakultät Bildung – Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Leuphana Universität Lüneburg
Prof. Dr. Dorothee Schwendowius – Professorin für internationale und interkulturelle Bildungsforschung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Qualitätszirkel Lernen und Flucht:
Als Veranstalter*innen setzen wir uns für mehr Bildungsteilhabe für neuzugewanderte Schülerinnen ein. Der Qualitätszirkel Lernen & Flucht ist ein Netzwerkformat des Projekts Tragweite, das gemeinsam vom International Rescue Committee Deutschland und der SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik umgesetzt wird. Diese Veranstaltungsreihe wird von der Europäischen Union kofinanziert.


