Am 6. April 1991 starb Jorge Gomondai in Dresden an den schweren Kopfverletzungen, welche er wenige Tage vorher durch den Angriff einer Gruppe Neonazis erlitt. Dabei wurde der mosambikanische Vertragsarbeiter nachts in einer Straßenbahn rassistisch beleidigt und bedrängt. Ob er in Panik aus der fahrenden Bahn sprang oder gestoßen wurde, konnte auch aufgrund der nachlässigen Ermittlungsarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft nicht ermittelt werden. Der Gerichtsprozess gegen die Tatverdächtigten begann erst zwei Jahre später und endete mit milden Strafen. Der Sarg mit dem Leichnam Gomondais wurde zu seiner Familie nach Mosambik geschickt. Die Hintergründe der Tat erfuhr sie erst von einem Filmteam, das drei Jahre nach der Tat vor Ort über Jorge Gomondai recherchierte. Eine finanzielle Entschädigung oder eine Entschuldigung hat sie nie bekommen.