Wie können spracherwerbsbezogene Auffälligkeiten im Spannungsfeld von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Blick genommen werden? Ausgehend von praxisnahen Fallvignetten skizziert Dr. Kevin Niehaus in diesem Qualitätszirkel Mehrsprachigkeit Wirkzusammenhänge im Kontext der Sonderpädagogisierung migrationsbedingt mehrsprachiger Lernender.
Im Fokus steht der Bereich der sogenannten Lern- und Entwicklungsstörungen (Lernen, Emotionale-Soziale Entwicklung und Sprache); dazu werden förderschwerpunktbezogen Zusammenhänge zu Mehrsprachigkeit betrachtet. Sichtbar gemacht werden mögliche Deutungsfallen, diagnostische Verkürzungen und institutionelle Erwartungshaltungen sowie deren Folgen für Einschätzungs- und Förderentscheidungen. Der Impuls bietet Raum für eine offene, mehrperspektivische Diskussion, bündelt geteilte Herausforderungen und fokussiert better-practice-Beispiele. Zudem sollen mögliche Kriterien für eine differenzsensible, kontextbezogene Diagnostikpraxis gemeinsam eruiert werden.
Qualitätszirkel Mehrsprachigkeit:
Als Veranstalter*innen setzen wir uns für mehr Bildungsteilhabe und -gerechtigkeit ein. Dazu gehört auch die Anerkennung von Mehrsprachigkeit und aktive Einbindung in den Bildungsalltag. Mit dem Qualitätszirkel Mehrsprachigkeit wollen wir alle ansprechen, die sich für eine praxisnahe Förderung von Mehrsprachigkeit in unterschiedlichen Bildungskontexten interessieren.
